Der Begriff Legasthenie bezeichnet eine Beeinträchtigung im Erwerb von Lesen und Schreiben, die eine Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten darstellt. In vielen Studien wird die Bedeutung schriftsprachlicher Fertigkeiten nicht nur für den schulischen Bereich, sondern für die gesamte Entwicklung eines Menschen belegt. Es wurde unter anderem ein starker Zusammenhang zwischen Lesekompetenz und allgemeinen Schulleistungen, höheren Schulabschlüssen, beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zu sozialer Anpassung nachgewiesen.
In den letzten Jahren ist der Bedarf zur Unterstützung von Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwäche stark gestiegen. Ziel dieses Lehrgangs ist es, diese Lücke durch eine qualitativ hochwertige, praxisorientierte und interdisziplinäre Weiterbildung für angehende Legasthenietrainer*innen zu schließen.
Nebender Vermittlung von praxisrelevanten, evidenzbasierten Grundlagen wird ein besonderer Wert auf die Anwendung des Gelernten anhand von konkreten Praxisfällen gelegt.
Der Lehrgang ist vom Berufsverband der Akademischen Legasthenie- und Dyskalkulietherapeutinnen (BALDT) anerkannt.
Der Lehrgang ist modular und berufsbegleitend als Blended Learning Lehrgang (ca 70% Online, 30% Präsenz) konzipiert. Die insgesamt 3 Präsenztermine (Fr-So) finden in Graz statt.