Im EU-geförderten Interreg-Projekt „DiGAP – A Competent Border Region“ wurden digitale Kompetenzen von Frauen in österreichischen und ungarischen Modellregionen systematisch untersucht. Neben unserem ARGE-Netzwerkpartner, dem Verein nowa, waren das Universitätszentrum von Zalaegerszeg sowie die Selbstverwaltung des Komitats Zala beteiligt. Der nun veröffentlichte Ergebnisbericht zeigt, wie Frauen digitale Technologien nutzen, welche Unsicherheiten bestehen und welche Anforderungen sich daraus für Bildungsangebote ergeben.
Die grenzüberschreitende Studie zu digitalen Kompetenzen und digitalen Selbstschutzfähigkeiten richtete sich an Frauen ab 15 Jahren aus den Regionen Oststeiermark, Graz und dem ungarischen Komitat Zala. Die Untersuchung kombinierte eine repräsentative Fragebogenerhebung mit qualitativen Fokusgruppeninterviews. Zwischen 2024 und 2025 wurden in Österreich 502 Personen befragt – sowohl online als auch durch persönliche Befragungen von Personen ohne Internetnutzung. Zusätzlich fanden von österreichischer Seite aus drei Fokusgruppen statt.
Steirische Expertise in gendersensibler Bildung„Im Zuge der erfolgreichen Zusammenarbeit aller DIGAP-Projektpartner konnten wir wertvolle Erfahrungen für die weitere Arbeit gewinnen. Nowa brachte langjährige Expertise in gendersensibler Bildung sowie in der Förderung digitaler Kompetenzen in das Projekt ein. Unser Fokus lag auf der Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede in der digitalen Nutzung sowie auf der Identifizierung bestehender Barrieren“, berichtet Heidi Gaube vom Verein nowa. „Es ist entscheidend, Digitalisierung nicht lediglich als technische Schulung zu verstehen, sondern als gesellschaftspolitische Aufgabe, die Chancengleichheit, Empowerment und soziale Gerechtigkeit stärkt“.
Ergebnisbericht veröffentlichtDer nun vorliegende Bericht analysiert digitale Kompetenzen anhand eines zweidimensionalen Modells, das praktische Anwendungskompetenzen mit ethischem und sicherheitsbezogenem Bewusstsein verbindet. Auf dieser Grundlage konnten fünf Kompetenzcluster identifiziert werden – von sehr geringen digitalen Kompetenzen und Risikobewusstsein bis hin zu außergewöhnlich hohen Kompetenzniveaus. Die Struktur dieser Kompetenzprofile zeigt in Österreich und Ungarn ein sehr ähnliches Muster. Die qualitativen Forschungsergebnisse werden im Bericht zunächst getrennt für Ungarn und Österreich dargestellt. Darüber hinaus werden zentrale transnationale Erkenntnisse herausgearbeitet.
>Zum Ergebnisbericht: Website Verein nowa Wie Frauen digitale Technologien nutzeIn beiden Ländern zeigt sich eine ähnliche Nutzung digitaler Technologien: Das Smartphone ist das zentrale Gerät und wird für Kommunikation, Information, Lernen, Arbeit und Alltagsorganisation genutzt. Gleichzeitig bestehen Sorgen über negative Auswirkungen digitaler Medien, etwa auf Kinder und Jugendliche, über unrealistische Körperbilder, Online-Diskriminierung sowie über Risiken wie Fake News, Betrug und Datenschutzprobleme. Frauen aller Altersgruppen äußern daher einen deutlichen Bedarf an mehr digitaler Sicherheit und praxisnahen Bildungsangeboten zu Themen wie Datenschutz, künstlicher Intelligenz und einem verantwortungsvollen und gleichstellungsorientierten Umgang mit digitalen Medien. Konsequenzen für die Erwachsenenbildung: Themen für BildungsangebotDie Ergebnisse zeigen außerdem, dass Bildungsangebote altersgruppenspezifisch und zugleich inklusiv gestaltet werden sollten. Während jüngere Frauen eher niedrigschwellige und praxisnahe Formate wie Erklärvideos bevorzugen, wünschen sich ältere Teilnehmerinnen stärker strukturierte und sicherheitsorientierte Lernangebote. Neben technischem Wissen erwarten Frauen von Weiterbildungsangeboten auch eine Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit sowie Unterstützung im Umgang mit Online-Diskriminierung und digitaler Gewalt. Der Bericht enthält zudem einen Schulungsplan mit Themenfeldern für Bildungsangebote, der bestehende Lücken zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten digitalen Kompetenzniveau aufzeigt und damit eine hilfreiche Grundlage für die Erwachsenenbildung bietet. Nachhaltige Kompetenzentwicklung braucht niederschwellige, lebensnahe und sichere Lernräume„Die Ergebnisse unseres DIGAP-Projekts zeigen eindeutig: Für Frauen bedeutet der Zugang zur Digitalisierung vor allem eines – Wissen. Dieses bildet die Grundlage für Sicherheit, für den Abbau von Ängsten und ist der Schlüssel zu einer selbstbestimmten Teilhabe. Dabei spielt die verantwortungsvolle und sinnvolle Nutzung digitaler Technologien eine zentrale Rolle“, resümiert Heidi Gaube. Das Vorhaben endet nicht mit der Veröffentlichung des Berichts: Aufbauend auf den Ergebnissen werden künftig innovative Programme zur Förderung digitaler Kompetenzen sowie Trainings zum digitalen Selbstschutz für Frauen entwickelt. Über nowanowa setzt Bildungsangebote für Frauen in den Bereichen Computer, Smartphone, Kommunikation und Resilienz um und engagiert sich für eine offene zukunftsfähige Gesellschaft, in der Unterschiede ohne Benachteiligung anerkannt werden.nowa Training • Beratung • ProjektmanagementJakominiplatz 16, 8020 Graz | +43 48 26 00 | office@nowa.at | http://www.nowa.at
>Zum Ergebnisbericht: Website Verein nowa
Wie Frauen digitale Technologien nutzeIn beiden Ländern zeigt sich eine ähnliche Nutzung digitaler Technologien: Das Smartphone ist das zentrale Gerät und wird für Kommunikation, Information, Lernen, Arbeit und Alltagsorganisation genutzt. Gleichzeitig bestehen Sorgen über negative Auswirkungen digitaler Medien, etwa auf Kinder und Jugendliche, über unrealistische Körperbilder, Online-Diskriminierung sowie über Risiken wie Fake News, Betrug und Datenschutzprobleme. Frauen aller Altersgruppen äußern daher einen deutlichen Bedarf an mehr digitaler Sicherheit und praxisnahen Bildungsangeboten zu Themen wie Datenschutz, künstlicher Intelligenz und einem verantwortungsvollen und gleichstellungsorientierten Umgang mit digitalen Medien.
Konsequenzen für die Erwachsenenbildung: Themen für BildungsangebotDie Ergebnisse zeigen außerdem, dass Bildungsangebote altersgruppenspezifisch und zugleich inklusiv gestaltet werden sollten. Während jüngere Frauen eher niedrigschwellige und praxisnahe Formate wie Erklärvideos bevorzugen, wünschen sich ältere Teilnehmerinnen stärker strukturierte und sicherheitsorientierte Lernangebote. Neben technischem Wissen erwarten Frauen von Weiterbildungsangeboten auch eine Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit sowie Unterstützung im Umgang mit Online-Diskriminierung und digitaler Gewalt.
Der Bericht enthält zudem einen Schulungsplan mit Themenfeldern für Bildungsangebote, der bestehende Lücken zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten digitalen Kompetenzniveau aufzeigt und damit eine hilfreiche Grundlage für die Erwachsenenbildung bietet.
Nachhaltige Kompetenzentwicklung braucht niederschwellige, lebensnahe und sichere Lernräume„Die Ergebnisse unseres DIGAP-Projekts zeigen eindeutig: Für Frauen bedeutet der Zugang zur Digitalisierung vor allem eines – Wissen. Dieses bildet die Grundlage für Sicherheit, für den Abbau von Ängsten und ist der Schlüssel zu einer selbstbestimmten Teilhabe. Dabei spielt die verantwortungsvolle und sinnvolle Nutzung digitaler Technologien eine zentrale Rolle“, resümiert Heidi Gaube.
Das Vorhaben endet nicht mit der Veröffentlichung des Berichts: Aufbauend auf den Ergebnissen werden künftig innovative Programme zur Förderung digitaler Kompetenzen sowie Trainings zum digitalen Selbstschutz für Frauen entwickelt.
Über nowanowa setzt Bildungsangebote für Frauen in den Bereichen Computer, Smartphone, Kommunikation und Resilienz um und engagiert sich für eine offene zukunftsfähige Gesellschaft, in der Unterschiede ohne Benachteiligung anerkannt werden.nowa Training • Beratung • ProjektmanagementJakominiplatz 16, 8020 Graz | +43 48 26 00 | office@nowa.at | http://www.nowa.at